Plagiate

Plagiarius

Ein Plagiat ist die aufrichtigste Form der Anerkennung

Im Maschinenpark in der Glücksfabrik sind die Plagiate der koziol Produkte ausgestellt, die in den letzten Jahren im Handel oder auf Messen aufgespürt wurden. Die angezeigten Produkte gibt es mit mindestens einer Raubkopie. Dagegen wird gerichtlich vorgegangen, der Schaden lässt sich jedoch im besten Fall eingrenzen, verhindern leider nicht.

Indem der Plagiat-Hersteller ein fertiges Produkt nachahmt, umgeht er dabei die komplette Entwicklungsarbeit inklusive der gesamten Recherche im Markt, die jeder Arbeit vorausgeht. Es ist und bleibt kein Kavaliersdelikt: Der Schaden durch Plagiate wird weltweit auf 300 Mrd. Dollar geschätzt.

 

Plagiarius

plagiarius.gifkoziol ist Mitglied im Verein Plagiarius e.V. Dieser schafft durch die alljährliche Vergabe eines Negativpreises und dessen breite Bekanntmachung in Presse, Funk und Fernsehen die gewünschte Öffentlichkeit für diesen Mißstand aufmerksam.

Neueste Auszeichnung Plagiarius 2009:

Gießkanne „Elise“
Original: koziol >> ideas for friends GmbH, Erbach
Plagiat: Vertrieb: Senaka Ltd., Hongkong, VR China
Der deutsche Händler hat sich noch vor der Jurysitzung mit Koziol geeinigt, d.h. er hat die Plagiate vom Markt genommen und den chinesischen Lieferanten genannt.

Terminologie

Ein Plagiat ist die Nachahmung eines Produkts zum Zwecke der wirtschaftlichen Ausbeutung. Es wird entweder sklavisch exakt oder mit kleineren Änderungen ausgeführt. Besonders perfide sind größere Änderungen, die jedoch so geschickt gemacht sind, daß für den flüchtigen Betrachter das Ganze sich visuell zum Aussehen des Originalprodukts wieder zusammenfügt.

Eine Fälschung ist kein Plagiat, sondern eine eindeutige Steigerung. Bei einer Fälschung ist die Täuschung über die Herkunft perfekt ausgeführt. Der Käufer ist der festen Überzeugung, dass er das Produkt einer renommierten Firma erwirbt. Der Tatbestand der Fälschung ist ein kriminelles Delikt und wird auch entsprechend geahndet (z.B. Ersatzteile, Medikamente, Tonträger, Geldscheine und Münzen, Software usw.).

Raubdesigner sind Unternehmen, die das Plagiat zum alleinigen Marketingkonzept erheben, d.h. nicht selbst entwickeln, sondern nur nachmachen lassen und Dank ihres gut ausgebauten Vertriebssystems in kurzer Zeit große Mengen dieser Plagiate absetzen können.

Markenpiraterie: Es gibt Länder, in denen es möglich ist, ein im Urheberland registriertes Markenzeichen völlig legal durch Dritte anzumelden, mit dem Ergebnis, dass der eigentliche Eigentümer unter seinem Markenzeichen in diesem Land nicht verkaufen darf. Will der Inhaber des Originals nicht "draußen vor der Tür" bleiben, muss er sich mit dem Markenpiraten in irgendeiner Form einigen, was meistens sehr teuer ist (z.B. Puma in Spanien, Mercedes E-Type in Frankreich).

Eine Replik im ursprünglichen Sinne war die Wiederholung des Werkes durch den Meister (zweite, dritte Fassung etc.). Heute versteht man darunter die Neuauflage eines alten Produktentwurfs durch den Inhaber der Urheberrechte oder dessen Rechtsnachfolger. Eine Replik muss als solche kenntlich gemacht sein.

Die Kopie wird als Begriff im Zusammenhang mit Plagiaten nicht mehr verwendet, da dieses Wort durch Foto- und Telekopie eine andere Bedeutung bekommen hat.

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